Nürnberger versicherung kündigen Muster

Mit seiner vierten Frage hat das Bezirksgericht für Handelssachen Wien Wien) möchte im Wesentlichen wissen, ob Art. 15 Abs. 1 der Richtlinie 90/619, Art. 35 Abs. 1 der Richtlinie 2002/83 und Art. 186 Abs. 1 der Richtlinie 2009/138 dahin auszulegen sind, dass er nationalen Rechtsvorschriften entgegensteht, nach denen ein Versicherungsunternehmen verpflichtet ist, einem Versicherungsnehmer, der sein Widerrufsrecht ausgeübt hat, nur den Übergabewert zu erstatten. Zur Beantwortung dieser Frage ist zu beachten, dass Wie oben in den Rn. 61, 62 und 66 festgestellt wurde, sind die Rechtswirkungen der Annullierung, die nicht in diesen Bestimmungen des Unionsrechts vorgesehen sind, durch das auf den Vertrag anwendbare Recht zu bestimmen, und dass die Mitgliedstaaten durch den Erlass dieser Vorschriften verpflichtet sind, die Wirksamkeit der Richtlinien 90/619, 92/96, 2002/83 und 2009/138 im Hinblick auf die von ihnen verfolgten Ziele zu gewährleisten. 2017 teilten MJ und NI der Allianz mit, dass sie ihre Versicherungsverträge kündigen.

Da die Allianz diese Kündigung nicht ausdrücklich akzeptiert hat, erheben MJ und NI nun eine Klage auf Erstattung der gesamten Prämien, die sie ohne Risikokosten zuzüglich Zinsen gezahlt haben. Um die Wirksamkeit des Widerrufsrechts zu gewährleisten, dürfen die übrigen Rechtswirkungen, denen die Ausübung des Widerrufsrechts nach dem auf den Vertrag anwendbaren Recht beruht, den Versicherungsnehmer nicht davon abhalten, von seinem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. Nach Beendigung des Lebensversicherungsvertrags und der gegenseitigen Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen dieser Richtlinie ergibt sich keine weitere künftige Verpflichtung aus dem Vertrag, aus dem der Versicherungsnehmer im Sinne von Art. 15 Abs. 1 der Richtlinie 90/619 entlassen werden könnte. Außerdem würde eine Kündigung nach Beendigung des Lebensversicherungsvertrags zu Spekulationen des Versicherungsnehmers zum Nachteil des Versicherungsunternehmens und der Gemeinschaft der versicherten Personen führen, was dem Verbraucherschutz nicht förderlich ist. „Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass Versicherungsnehmer, die einzelne Lebensversicherungsverträge abschließen, eine Frist zwischen 14 und 30 Tagen ab dem Zeitpunkt haben, zu dem sie darüber informiert wurden, dass der Vertrag geschlossen worden war, innerhalb des Vertrags, innerhalb des es vom Vertrag gekündigt worden war. „Proceedings A” liegen zwischen KL und UNIQA. KL schloss mit dem Rechtsvorgänger der UNIQA einen Lebensversicherungsvertrag für den Zeitraum vom 1. August 1997 bis 1.

August 2032 ab. Im Antragsformular für diesen Vertrag erhielt KL Informationen, aus denen erklärt wurde, dass der Widerruf des Vertrages schriftlich erklärt werden müsse, damit er gültig sei. Insbesondere, wenn Informationen, einschließlich falscher Informationen, die Umstände, unter denen der Versicherungsnehmer sein Widerrufsrecht ausüben kann, im Vergleich zu den Umständen, unter denen er dies hätte tun können, wenn die Angaben richtig gewesen wären, nicht wesentlich einschränken, wäre es unverhältnismäßig, diese von Verpflichtungen aus einem in gutem Glauben geschlossenen Vertrag freizulassen. Nach alledem ist der Versicherungsnehmer, sobald er seine Widerrufserklärung innerhalb der vorgeschriebenen Fristen abgegeben hat, von jeder künftigen Verpflichtung aus dem Vertrag befreit, und das Versicherungsunternehmen kann den Versicherungsnehmer nicht zur Ausführung des Vertrags zwingen. Außerdem ist dieses Gericht in den Rechtssachen C-355/18 und C-356/18 auch unsicher, ob aufgrund der unrichtigen Angaben über das Widerrufsrecht die Kündigung des Lebensversicherungsvertrags auch nach Beendigung dieses Vertrags durch Kündigung oder Rückkauf durch den Versicherungsnehmer noch erfolgen kann. Zur Beantwortung dieser Frage ist darauf hinzuweisen, dass diese unionsrechtlichen Bestimmungen dem Versicherungsnehmer ein Widerrufsrecht gewähren, indem sie vorsehen, dass der Versicherungsnehmer eines individuellen Lebensversicherungsvertrags eine Frist von 14 bis 30 Tagen ab dem Zeitpunkt hat, zu dem er über den Abschluss des Vertrags über den Widerruf dieses Vertrags informiert wird.

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